Skip to main content

Rivo

Die Rivo Gesellschaft für Verkehrsmittel mbH war ein Unternehmen, das 1921 versuchte ein ungewöhnliches Fahrzeug auf dem Markt zu platzieren. Der Konstrukteur Richard Voigt, (der Namen Rivo bildet die Markenbezeichnung Richard Voigt)  baute seinen Wagen in Schwäbisch Gmünd und präsentierte ihn 1921 auf der Berliner Automobilausstellung.

Es handelte sich dabei um einen Kleinwagen für zwei Personen, der keinen Achsantrieb besaß, sondern über eine am Heck angebrachte vierflüglige verstelbare Luftschraube angetrieben wurde. Der Motor war ein 10/30  PS Haackemotor. Bei der Konstruktion stand vermutlich der von Marcel Leyat entwickelte Propellerwagen Pate. Von diesem Fahrzeug konnten immerhin über 30 Fahrzeuge abgesetzt werden, von denen heute noch einige erhalten geblieben sind. Ähnlich wie bei dem französischen Pendent, dem Layat Helica, der den Propeller allerdings vorne hatte und über eine geschlossenen Karosserie verfügte, erfolgte der Antrieb beim Rivo indirekt über eine Schubschraube. Der offene Wagen hatte keine Windschutzscheibe, aber ein über die beiden nebeneinander sitzenden Insassen gezogenes Dach, das aus der Verlängerung des Propellerabdeckung bestand.

Der Rivo Propellerwagen erregte auf der Automobilausstellung zwar großes Aufsehen, es ließen sich aber nur wenige Fahrzeuge verkaufen.  So musste die Firma ihre hochfliegenden Pläne noch 1921 aufgeben.