Peer Gynt war der Markenname eines deutscher Kleinwagens, der in Berlin gebaut wurde. Der Produzent des Wagens war eine Holzbaufirma namens Dickmann AG, die eigentlich Holzhäuser, Schuppen und Garagen baute. Im Jahre 1925 brachte die Firma aber ein eigenes Auto auf den Markt, das es unter dem Namen Peer Gynt vermarktete. Bei dem eigentlichen Geschäftsfeld der Firma ist davon auszugehen, dass Motor und Fahrwerkteile von Fremdfirmen zugeliefert wurden und im wesentlichen die Holzkarosserie und der Zusammenbau bei der Dickmann AG erfolgten. Es entstand ein typisches zweisitziges Cyclecar, das auf dünnen Speichenrädern daher kam und mit einem Verdeck versehen war. Als Antrieb hatte es einen Einzylinder-Zweitaktmotor, der hinter den Passagieren eingebaut war und die Kraft über eine Kette an das linke Hinterrad abgab. Da das Fahrzeug 2000 Mark kosten sollte, hielten sich die Käufer wohl sehr zurück, denn im gleichen Jahr des Erscheinens wurde die Produktion wieder eingestellt. Wie vele Fahrzeuge tatsächlich entstanden sind, bleibt im Dunkel. Fest steht hingegen, dass keines bis heute überlebt hat.
Peer Gynt
