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Manderbach

In Wissenbach im Dillkreis baute die Firma  Manderbach Fahrzeugbau von 1949 bis 1956 leichte Lkw. Das bereits 1899 gegründete Unternehmen stellte lange Zeit Pferdefuhrwerke her, bevor man 1926 auf die Idee verfiel kleine Lieferwagen zu bauen.  Diese Wagen wurden nach den Vorbildern anderer Hersteller entwickelt und waren deshalb Dreiräder mit einem gelenkten und angetriebenen Vorderrad und einer Hinterachse, die den Lastenkoffer trug. Sie ähnelten stark den Fahrzeugen, die zu jener Zeit bei Framo gebaut wurden. 

Diese offensichtliche Ähnlichkeit führte zu einer  Zusammenarbeit mit dem sächsischen Nutzfahrzeughersteller in den 30'er-Jahren. Manderbach nontierte fortan Framo-Lieferwagen bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges. Erst ab 1949 baute Manderbach wieder eigene Lieferwagen, deren Konstruktion aber auf dem inzwischen hinter dem Eisernen Vorhang verschwundenen Framo basierte. 

Motorisiert wurden die Lieferwagen anfangs mit DKW Einbaumotoren, die aber nicht in ausreichebder Zahl zur Verfügung standen. Daher griff man auf den1200ccm Vierzylindermotor des Ford Taunus zurück, der bis 1956 verbaut wurde. Äußerlich sahen die Manderbach Lieferwagen den Framo daher weiterhin ähnlich, hatten aber mit der Viertakttechnik eine modernere Grundlage. 1954 musste die Firma dennoch Vergleich anmelden, da sie nicht mit den Großserienherstellern wie VW, Tempo und Goliath konkurieren konnten. Der Nutzfahrzeugbau wurde dann 1956 nach rund 600 gefertigten Einheiten eingestellt. Manderbach bestand noch bis1960 als Karosseriebaufirma.

Manderbach Kastenwagen
Quelle: Wikipedia