Loutzky
Boris Loutzky gründete die Gesellschaft für Automobilwagenbau System Loutzky 1897 in Berlin um Automobile zu produzieren. Der Markenname lautete Loutzky.
Zunächst fertigte Loutzky ab 1897 Motordreiräder nach dem Vorbild von De Dion-Bouton an, die er wie Vindelica mit Personenanhänger ausstattete.
Ab 1899 bot er einen vierrädrigen Kleinwagen mit zwei Sitzen an, der von 1000ccm Zweizylindermotor mit 3,5 PS angetrieben wurde. Das reichte aus, das Fahrzeug auf 35 km/h zu beschleunigen. Das Fahrzeug verfügte über ein Getriebe mit zwei Vorwärtsgängen plus Rückwärtsgang. Die beiden Vorderräder waren in Fahrradgabeln befestigt.
Aufsehen erregte Loutzky auch mit seinem Lieferwagen für die Reichspost. Die Front des Wagens wurde von einem Reichsadler geschmückt. Die beiden Sitze waren weit hinten angebracht, so dass der Fahrer über den Transportkasten hinweg den Verkehr beobachten musste. Der Transportkasten war zudem mit einer Reling versehen, damit auch sperrige Stücke mit dem Wagen transportiert werden konnten. Bei diesem Fahrzeug leistete der Zweizylindermotor 5 bis 5,5 PS.
Da Loutzky aber keinen Partner fand, der den Bau und die Konstruktionen in größerer Stückzahl finanzieren konnte, stellte er 1901 die Produktion der eigenen Fahrzeuge ein und wurde für die Daimler Motoren-Gesellschaft tätig.
