Diamant
Bekannt ist die Marke Diamant, die seit 1885 unter verschiedenen Namen existiert vor allem als Fahrradmarke. Die Diamant Fahrradwerke produzierten in ihrer Geschichte auch hauptsächlich Fahrräder. Aber auch Wirkmaschinen-Zubehör, Schreibfedern, Flachstrickmaschinen, Leichtkrafträder und Lasten- und Personendreiräder entstanden bei der Chemnitzer Firma.
Die Brüber Friedrich Wilhelm Nevoigt und Wilhelm Friedrich Nevoigt gründeten das Unternehmen 1885. Noch im gleichen Jahr wurden neben anderen Produkten auch diee ersten Fahrräder zu Test- und Entwicklungszwecken hergestellt. 1895 begann die Großserienproduktion von Farrädern. Dabei erfanden die Gebrüber Nevoigt die Doppelrollenkette, die bis heute so in jedem modernen Fahrrad Verwendung findet. Wie andere Fahrradhersteller auch, veruchte man sich an der Motorsierung und es entstanden leichte Motorräder und sogenannte Tricars, bei denen sich zwischen den beiden vorderen lenkbaren Rädern ein Sitz befand. Diese Bauweise wird auch als Forecar bezeichnet. Angetrieben wurde das Diamant Tricar von einem V-Zweizylindermotor mit 4,5 PS Leistung. Das unten abgebildete Tricar ist ein Modell von 1905.
1912 war die Fahrradproduktion ein so wichtiger Bestandteil des Unternehmens, dass es umfirmierte und nun Diamant Werke Gebrüder Nevoigt AG hieß. 1920 fusionierten die Diamant Fahrradwerke mit dem Autoproduzenten Elite-Werke zu den Elite-Diamant-Werken.
Als 1927 eine Insolvenz drohte, erwarb Opel, die am Know how der Chemnitzer bezüglich motorgetriebener Zweiräder interessiert waren, kurzzeitig eine Aktienmehrheit, die aber 1930 wieder aufgegeben wurde.
Diamant existiert noch heute als Fhrradwerk. Ein Automobil aus der kurzen Produktionszeit ist aber nicht erhalen geblieben.
