Deutschland
Die Motorfahrzeugfabrik Deutschland GmbH war ein deutscher Hersteller von Dampfautomobilen. Auch wenn es heute weitgehend unbekannt ist, Dampfkraftwagen waren die ersten Kraftwagen überhaupt. Schon 1769 baute der Farnzose Nicholas Cugnot eine Artilleriezugmaschine und Amédée Bollée produzierte mit der 1878 entwickelten La Mancelle das erste in Serie gebaute Automobil. Damit lag er zeitlich deutlich vor Carl Benz, der seinen Motorwagen erst rund 10 Jahre später vorstellte. In den USA fanden die Dampfwagen sogar eine recht große Verbreitung wie die Produktionszahlen von White oder Stanley zeugen. Deutsche Anbieter waren unter anderen: Achenbach in Hamburg und KWB (Kraftfahrzeug Werke Brandenburg) in Berlin.
Ebenfalls in Berlin gründete der Konstrukteur Peter Stoltz 1903 sein Unternehmen um Dampfautomobile zu produzieren. Noch im gleichen Jahr präsentierte die Firma ihr dampfgetriebenes Fahrzeug auf der Deutschen Automobil-Ausstellung in Berlin. Der Markenname des Fahrzeuges war Deutschland.
Das Unternehmen stellte während seines Bestehens ausschließlich Dampfwagen her. Dabei wurde ein selbst entwickelter Dampfmotor verwendet, der über vier stehende Zylinder verfügte und satte 40 PS mobilisierte. Das Fahrzeug wurde mit unterschiedlichen Karosserien angeboten. Zur Wahl standen Personenwagen, aber auch Lieferwagen für geschäftliche Zwecke. Im Angebot standen sowohl Aufbauten für geschäftliche Zwecke als auch Personenwagen.
1905 endete die Produktion.
